Home Auktionen Termine Print-Kataloge Auktionszeiten Vorbesichtigung Versteigerungsbedingungen Abkürzungen Wichtige Hinweise Über uns
Auktionshaus Pfandleihhaus Presse Ergebnisliste/Restanten Archiv ab Kat 103 Bilderservice Impressum/Disclaimer foreign customers Links
Das Pfandleihhaus
Zur Geschichte: Auktions- und Pfandleihhäuser gehören einer langen Tradition an. Etwa 500 vor Christus tauchte im alten Babylon erstmals eine Auktion auf, indem über ein öffentliches Bieterverfahren eine Ware an den Meistbietenden veräußert wurde. Die ersten Pfandleihhäuser gründeten Franziskaner in Italien im 15. Jahrhundert. Gegen die Verpfändung von beweglichen Gütern, Wertpapieren und Forderungen wurde ein kurzfristiges Darlehen in Form des Lombardkredites (Pfandkredit) gewährt.
Was sich verpfänden lässt
Verpfänden lässt sich im Prinzip alles, was sich zur Verwertung, also zur Versteigerung oder zum Verkauf eignet. Ob ein Wertgegenstand als Pfand angenommen wird, entscheidet das jeweilige Pfandleihhaus. Typische Wertgegenstände sind z.B. hochwertiger Schmuck, Uhren, Edelsteine, Diamanten, echte Perlen und andere Gegenstände aus Gold und Silber, wie z.B. Münzen, oder auch hochwertiges Markenporzellan, Oldtimer u.v.m.
Kurzfristig

Kredite werden von Banken sehr vorsichtig vergeben. Insbesondere sind die Zinsen für Kontokorrentkredite zu hoch - zum Leidwesen der kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich oft kurzfristig Kapital beschaffen müssen. Oft können diese Unternehmen den strengen Kreditvergabebedingungen der Banken nicht mehr gerecht werden. Um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken, wird ein Pfandkredit mittlerweile ganz regulär auch von Geschäftsleuten in Anspruch genommen. Wer einen Pfandkredit in Anspruch nimmt, ist kein Schuldner, denn für das Darlehen haftet das Pfand als Gegenwert.

Pfandleihhäuser unterliegen seit 1961 einer gesetzlich geregelten Pfandleiherverordnung. In einem gesetzlich geregelten Rahmen wird somit sichergestellt, dass der Pfandgeber und der Pfandnehmer als gleich wertige Partner agieren können, was das Pfandgeschäft auch für den Pfandgeber attraktiv macht. Seit vielen Jahren floriert das Geschäft der rund 200 Pfandleihhäuser in Deutschland. Aufgrund des hohen Bedarfs nach Liquidität lag die Darlehenssumme im Jahr 2012 bei über einer halben Milliarde Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 8,5 Prozent.

Kurzfristige Motive
  • dringende Neuanschaffungen
  • Verdienstausfall
  • Forderungsausfall
  • Steuerschulden
  • Schicksalsschläge
  • Arbeitslosigkeit
Vorteile für Pfandgeber
  • keine Bonitätsprüfung
  • keine Schufa-Eintragung
  • keine Haftung bei Nichtauslösung des Kredits
  • Vergütung und Zinsen müssen erst nachträglich gezahlt werden
  • Regelung durch die Pfandleiherverordnung
  • Beleihung in der Regel bis zu 50% des aktuellen Zeitwertes
So funktioniert ein Pfandleihhaus

Die Vergabe der Pfandkredite erfolgt - anders als bei Bankkrediten - einfach und unbürokratisch. Der Pfandgeber stellt sein Pfandgut vor, weist das Eigentum nach und legitimiert sich durch seinen Personalausweis. Als Sicherheiten für die Pfandkredite dienen hochwertige bewegliche Güter aller Art, wie z.B. PKW, Wohnmobile, Uhren und Edelmetalle. Zu den jeweiligen tagesaktuellen Kursen erfolgt die Bewertung durch unabhängige Gutachter zu Lasten des Pfandgebers. Bei Akzeptanz des Pfandes wird das Darlehen innerhalb kürzester Zeit, jedoch nur in einer Höhe bis zu 50% des bewerteten Tageswertes des Pfandes ausgezahlt.

Das Pfandleihgeschäft ist vom Gesetzgeber in der Verordnung über den Geschäfstbetrieb der gewerblichen Pfandleiher (Pfandleiherverordnung) geregelt. Die Laufzeit eines Pfandleihvertrages beträgt mindestens 3 Monate.

Nach Ablauf des Vertrages löst der Pfandgeber sein Pfand aus und begleicht die angefallenen Zinsen und Gebühren. Der Pfandkredit kann gegen Zahlung der anfallenden Zinsen und Gebühren auch verlängert werden. Laut Aussage des Zentralverbandes des deutschen Pfandkreditgewerbes e.V. werden über 90% der Pfandobjekte fristgerecht ausgelöst.

Nicht ausgelöste Pfandgegenstände werden grundsätzlich spätestens sechs Monate nach Fälligkeit des gesamten Darlehens in einer öffentlichen und unabhängigen Auktion verwertet. Das Pfandleihhaus erhält vom Erlös den Pfandkredit, die Zinsen und Gebühren. Ein Mehrerlös wird an den Pfandgeber ausgezahlt.

Für einen Pfandkredit zahlt der Pfandgeber monatlich 1 Prozent Zinsen der Kreditsumme und zusätzlich eine monatliche Gebühr von bis zu 3,5 Prozent der Darlehenssumme, nach Vereinbarung auch mehr.

Beispiel Pfandleihe - Oldtimer Auto
Wormser Auktionshaus Lösch®
Auktions- & Pfandleihhaus exclusive GmbH
Weinbrennerstraße 20 · 67551 Worms-Pfeddersheim
Tel: 06247-9046-0 · Fax: 06247-9046-29

Email: info@wormser-auktionshaus.de